Osteopathische Differentialdiagnose bei Kopfschmerzen

Kopfschmerzen werden allgemein in primäre und sekundäre Kopfschmerzen unterteilt.

Das Entstehen primärer Kopfschmerzen ist bis heute noch ungeklärt. Hierzu zählen Spannungskopfschmerzen, Migräne und Clusterkopfschmerzen. Sekundäre Kopfschmerzen entstehen entweder im Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen (Grippe, Erkältung usw..) oder in Folge eines zerebralen Geschehens (Hirnhautentzündung, Hirntumor, Sinusitis, posttraumatisch, Nikotin und Alkoholmissbrauch usw..).

Grundsätzlich können Kopfschmerzen durch kranielle Druckveränderungen, Kompression von Blutgefäßen oder vor allem bei Migränepatienten durch Störungen der Serotonin-Dopamin Rezeptoren entstehen.

Einer der heutzutage mit am häufigsten auftretenden Kopfschmerzen ist der Spannungskopfschmerz ausgelöst durch Blockaden oder Verspannungen im oberen Brustwirbel und gesamten Halswirbelbereich. Halswirbelblockaden haben ihre Ausstrahlungsgebiete besonders häufig auf der gleichen Seite Scheitelförmig nach vorne ziehend bis hin zu Auge und Schläfe.

Osteopathisch gesehen kann eine Blockade der 5. Rippe zu starken Schläfenkopfschmerzen auf der betroffenen Seite führen.

Pathophysiologisch ist der Zusammenhang zwischen Verspannungen und Immobilität oder Blockaden der ersten beiden Halswirbelgelenke inzwischen belegt. Die Kopfschmerzauslösenden Kerne des Trigeminusnerven reichen von der Hirnbrücke (Pons) mit seinen Ausläufern bis hin zum zweiten, meist blockierten, Halswirbel.

Erfahrungsgemäß lassen sich viele nicht klassifizierte Arten von Kopfschmerzen die mehrheitlich ausgelöst sind durch Halswirbelblockaden und Verspannungen des schulter-nacken Bereiches schnell und effektiv chiropraktisch deblockierend oder osteopathisch behandeln und damit meist wesentlich zu lindern.


Quelle:

Schweitzer, Rudolf (2014), Leitsymptome Differentialdiagnostisches Vorgehen, 2 Auflage, Urban & Fischer München

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