Osteopathisches Prinzip 1/3



Struktur und Funktion

Eine intakte und gesunde Struktur erfüllt die Funktionen, für die sie bestimmt ist. Diese Funktionen sind abhängig vom Zustand der Struktur. 


Sichtbare Veränderungen am Körper die von Osteopathen zu untersuchen sind: 


  1. Hypomobile Gelenke 

Das Nervensystem reagiert mit erhöhter Muskelspannung um ein Gelenk zu schützen und schädliche Folgen zu vermeiden. Diese Anpassung führt zu einer Minderung der Beweglichkeit im Gelenk selbst und in umliegenden Gelenken. 


  1. Gewebereaktion

Ist die Reizschwelle der an das Rückenmark des betroffenen Segments gesendeten Informationen übertroffen, kommt es zu einer Gewebereaktion in Form von Feuchtigkeit, Rötung, Schwellung, Trockenheit etc.


  1. Gleichgewicht und Haltung

Bei einer Störung findet eine Adaption des Körpers statt. Der Körper bedient sich Kompensationsmechanismen aufgrund von Bewegungseinschränkungen. Das heißt, dass der Körper über andere Gelenke und Muskeln die Bewegungseinschränkung Unterstützt und reguliert, um das geschädigte Gewebe zu entlasten. Dies bringt im Umkehrschluss Spannungen an anderen Stellen des Körpers mit sich, da die Morphologie des Körpers verändert wird.


  1. Neurologische Struktur 

Neurologische Strukturen sorgen über ihre gesendeten Informationen für stabilitätserhaltende Maßnahmen. Dadurch können unter Umständen periphere Gelenke Oder Muskelinsertionen beansprucht werden um andere Bereiche des Körpers zu entlasten. Diese Maßnahmen sind bezogen auf Eigenaufwand und Energieverbrauch nicht immer Effektiv und führen oft zu weiteren Problemen.


  1. Adaption und Kompensation

Die von Osteopathen zu stellende Frage hier lautet, welche Störungen belassen und welche beseitigt werden sollen? Oftmals wird sich auf die körperliche Symmetrie als Idealzustand bezogen. Doch der Mensch ist von klein auf und von Natur aus asymmetrisch und es sollte sich immer auf die harmonische Beweglichkeit auf körperlicher und seelischer Ebene bezogen werden.  



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