Therapeut - Patient - Beziehung

Aktualisiert: 8. März


Auf welchen „Ebenen“ kann nach einem Trauma eine Therapie stattfinden?

Patient Ereignis Therapeut

1) Reparatur Defekt Mechaniker

2) Therapie Verhalten Trainer

3) Reflexion Denken Coach

4) Selbsttransformation Selbst Hebamme (für das neue)

Gemeint sind Prozesse die ausgehend vom Therapeuten im Patienten ausgelöst werden können.

Oder eben die Erwartungshaltung des Patienten gegenüber dem Therapeuten.

1) Reparatur


„Ich komme mit einem Problem und erwarte, dass dieses vom Therapeuten gelöst wird.“


2) Therapie (Verhaltensveränderung)


„Ich tue auch das dementsprechende dagegen, mache Gymnastik, achte auf die Ernährung und geh viel an die frische Luft“

Die Rolle des Therapeuten kann hier die eines Instrukteurs sein der Anregungen zur Verhaltensveränderung gibt.


3) Reflexion (Denken)


„Man wird krank um nachzudenken. Wenn man sagt man hat keine Zeit, dann wird Zeit dadurch, dass man krank wird eingeschoben. Man hat den Raum für tiefere Denkprozesse und Zeit die aktuelle Lebensphase zu reflektieren.“

Die Rolle des Therapeuten kann hier die eines Coaches sein, der über verschiedene Tools und Therapiemöglichkeiten seinen Patienten dazu anregt über Glaubenssätze, Denkmuster und ihr Leben allgemein nachzudenken.


4) Selbsttransformation


„Ich bin jemand der nie Krank geworden ist und dann kam wie aus heiterem Himmel eine Krebserkrankung. Ich war ein richtiger Workaholic. Ich wollte die Krankheit auf Krampf nicht zulassen. Ich habe meinen Körper ignoriert. Ich bin wieder voll eingestiegen und nach 2 Jahren komplett zusammengebrochen. Nach viel Therapie habe ich erstmals gelernt über meine Krankheit zu reden und NEIN zu sagen. Ich habe gar nicht gemerkt wie sehr ich selbst auf der Strecke geblieben bin.


Die Rolle des Therapeuten gleicht hier die einer Hebamme für das Neue.

Osteopathisch versucht unser Team immer auf allen Ebenen Aktiv zu sein und diese in unsere Therapie einzubinden. Von der Reparatur des Gewebes bis hin zu subtilen und manchmal radikalen Verhaltensveränderungen, die auch manchmal in Selbsttransformation sollte es keinen Unterschied der Wichtigkeit geben. Im Tempo unserer Patienten versuchen wir den in diesem Moment passenden Ansatz einfließen zu lassen um so bestmögliche Prozesse anzustoßen und zu begleiten.

Quelle: Theorie U -Von der Zukunft her führen - C. Otto Scharmer

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