Otitis Media (Mittelohrentzündung) in der Osteopathie

Aktualisiert: 14. Feb.

Etwas zwei drittel aller Kinder in den ersten drei Lebensjahren sind von einer akuten Otitis Media (AOM) betroffen.

Häufig tritt die AOM in Bezug zu einem Infekt der oberen Atemwege auf.

Als Symptome zeigen sich häufig Ohren- und Kopfschmerzen, Fieber, Schwäche und gerade bei Kleinkindern Greifzwang zum Ohr sowie Durchfall und Erbrechen.


Die Ursache warum gerade Kleinkinder unter dieser Häufigkeit der AOM leiden wird mit der anatomischen Differenz des Ohres und den Bestandteilen ( Tuba Auditiva (Ohrtrompete), Schädelknochen) begründet. Diese unterscheiden sich beim Kleinkind und Säugling gegenüber Erwachsenen im Hinblick auf die Länge, Beschaffenheit und Lage der Ohrtrompete [1].


Zudem gibt es Hinweise darauf, das bei erhöhtem Gebrauch eines Schnullers, bei Restriktionen des Os temporale (Schläfenbein), häufigen Infekten, Allergien und Reflux das Risiko an einer AOM zu erkranken deutlich erhöht ist [2].


Schon 1898 wurden in osteopathischen Lehrbüchern erste Behandlungsprotokolle und Techniken für die Behandlung der AOM beschrieben [3].

Auch heutzutage verspricht die Behandlung innerhalb der Osteopathie gute Erfolge - eine Studie mit 64 Kindern auf dem Jahr 2014 zeigte eine schnellere Genesung in der Behandlungsgruppe [4].

Es werden unter anderem das ISG, Zwerchfell, Thorax, HWS und Teile des Schädels sanft behandelt.

Quellen:

[1] Schäfer EA, Symington J. Bryce TH. Quains Elements of Anatomy, New York: Longmans, Green & Co 1909

[2] Morin C et al. Suture restriction of the temporal bone as a risk factor for acute otitis media in children: cohort study. BMC Pediatrics 2012

[3] Barber ED. Osteopathy Complete. Kansas City: Hudson Kimberley 1898

[4] Strähle K et al. Effect of osteopathic manipulative treatment on middle ear effusion following acute otitis meta in young children: a pilot study. The journal of the American osteopathic association 2014 ‚

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