Hast du einen Eisenmangel?

Eisenstoffwechsel

Beschwerden wie Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen und depressive Episoden können mit einem Eisenmangel zu tun haben. Je nach Land leiden 25-72% der Bevölkerung an Eisenmangel. Die wichtigste Aufgabe ist der O2 Transport sowie die tragende Rolle bei der Hormonproduktionsregulation (Serotonin, Melatonin, Dopamin und Cortisol). Ist der Eisenspeicher leer, kann es zu mangelnder Produktion der Hormone sowie der Energiegewinnung durch die Mitochondrien (Zellkraftwerke) kommen. Es ist zudem für Bildung der Grundsubstanz mitverantwortlich (Bindegewebe, Knochen, Haare, Haut, Nägel).


Eisenverteilung

Ca. 70% befindet sich im Knochenmark - 20% als Ferritin in der Milz, Leber und Knochenmark

gespeichert.


Ferritin - Speichereisen

Verdacht auf Mangel bei unter 50 ng/ml


Transferrin - Eisentransport

Wichtig um das Eisen in die Zellen zu bringen. Erhöhte Spiegel meist bei Eisenmangel oder während der Schwangerschaft. Verringerung bei chronischen Entzündungen, Tumoren oder Eisenüberladung.


Hämoglobin - Bluteisen

Transport von O2 ins Gewebe und CO2 zur Lunge. Kein Zusammenhang zum Eisenstoffwechsel.


Lösliche Transferrinrezeptoren (LTR)

Haften an den Zellaußenwänden und nehmen Eisen auf. Der Wert steigt bei einem Eisenmangel und gilt als verlässlicher Parameter bei erhöhtem Eisenbedarf.


Stufen des Eisenmangels

  1. Ferritin <, Transferrin, LTR, Hämoglobin normal

  2. Ferritin <<, Transferrin >, LTR >, Hämoglobin normal

  3. Ferritin <<<, Transferrin >>, LTR >>>, Hämoglobin <


Symptome Eisenmangel

  • Blässe

  • Erschöpfungszustände (O2 Unterversorgung)

  • Konzentrationsstörungen (Dopaminmangel)

  • Depressionen (Serotoninmangel)

  • Burn-Out

  • Schlafstörungen (Melatoninmangel)

  • Schwindel (RR niedrig, Energiemangel)

  • Kopfschmerzen (Energiemangel)

  • Restless legs (Hormonmangel)

  • Haarausfall, brüchige Nägel

  • Mundwinkelrhagaden

Ursachen Eisenmangel

  • 80% durch chronische Blutungen (Darmblutung, Menstruation..)

  • Verminderte Zufuhr (Vegetarier & Veganer)

  • Verminderte Aufnahme bei Durchfall, Antirheumatika, Antibiotika, und zuviel Kaliumaufnahme

  • Erhöhter Bedarf während der SS, Stillzeit, Kindern im Wachstum, nach OPS

Therapie

2wertiges Eisen besser resorbierbar (Fleisch) + Vit. C fördert die Aufnahme. Dunkelgrünes, Dunkelrotes Gemüse und schwarze Beeren sind gute Lieferanten. Zudem sind Nahrungsmittel wie Hirse, Petersilie, Linsen, Haferflocken, weiße Bohnen Schwarzwurzel, Topinambur, Zucchini, Brennnessel, Minze, Löwenzahn und Bärlauch reich an Eisen.

Wird Eisen in Tablettenform eingenommen sollte die Aufnahme nüchtern eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Essen erfolgen.

Rhabarber, Spinat, Getreide, Magnesium und Calcium sowie schwarzer und grüner Tee oder Kaffee direkt nach dem Essen hemmen die Aufnahme.


Du vermutest einen Eisenmangel bei dir? Lass deinen Eisenstoffwechsel durch eine Blutdiagnostik Untersuchen.


Quelle:

Lothar Ursinus - Mein Blut sagt mir

Dr. med. Dietlinde Burkhardt - Laborwerte


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